Europas Frauen auf dem Online-Vormarsch
EIAA Mediascope Europe: Weibliche Internetnutzer in Deutschland fassen sich kurz und nutzen vor allem Webseiten aus den Bereichen Suche, Kommunikation und E-Commerce
London, 03. April 2006 – Immer mehr Frauen in Europa nutzen das Internet. Dies hat die von der EIAA (European Interactive Advertising Association), dem Branchenverband der pan-europäischen Online-Vermarkter, in Auftrag gegebene Studie „Mediascope Europe“ ergeben. Im Jahr 2005 gingen demnach so viele weibliche europäische Nutzer online wie nie zuvor. Denn 41 Prozent der Frauen in Europa surften im vergangenen Jahr im Internet – dies entspricht einem Zuwachs von vier Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. In Deutschland gingen sogar überdurchschnittliche 45 Prozent der befragten Frauen regelmäßig online. Dabei waren besonders Suchmaschinen (in Europa 84 Prozent / in Deutschland 82 Prozent), Webmail-Angebote (jeweils 75 Prozent) und Reise-Webseiten (Europa: 56 Prozent / Deutschland: 50 Prozent) sehr beliebt. Befragt wurden im Rahmen der EIAA Studie über 3.600 weibliche Internetuser in ganz Europa, davon 520 in Deutschland.
Eine neue Webgeneration
Unter den weiblichen Nutzern surfen vor allem junge Frauen vermehrt im Web: 74 Prozent der befragten Europäerinnen zwischen 16 und 24 Jahren nutzen laut der aktuellen EIAA Mediascope Europe bereits das Internet. Frauen ab 55 Jahren sind dagegen weniger online (15 Prozent). In Deutschland ist die Verbreitung des Internets dagegen in allen Altersstufen deutlich größer. So sind hierzulande 81 Prozent der Befragten zwischen 16 und 24 Jahren sowie 21 Prozent der über 55-Jährigen online.
Europas Frauen länger im Netz
Die weiblichen User in Europa verbrachten 2005 durchschnittlich 9,3 Stunden pro Woche online. Damit steigerte sich ihre Mediennutzungszeit in den letzten zwei Jahren um beeindruckende 63 Prozent. Am längsten waren die Befragten in Frankreich mit durchschnittlich 11,4 Stunden pro Woche online. Die Frauen in Deutschland verbrachten dagegen im europäischen Vergleich am wenigsten Zeit im Internet. Trotz eines Zuwachses der Mediennutzungszeit um 47 Prozent waren sie nur 7,5 Stunden pro Woche online.
„Ein Grund für die relativ kurze Internetnutzungszeit bei den deutschen Frauen ist in der geringen Breitband-Durchdringung in Deutschland zu sehen. Während in vielen europäischen Ländern der Breitbandzugang bereits weit verbreitet ist, hat Deutschland hier einen echten Nachholbedarf“, erklärt Nadja Elias, Pressesprecherin United Internet Media AG. Dies bestätigen die aktuellen Zahlen der EIAA Mediascope Europe: Nur 44 Prozent der deutschen Befragten verfügten im vergangenen Jahr über einen Breitbandzugang – so wenige wie nirgendwo sonst in Europa. Im europäischen Durchschnitt surften dagegen bereits 60 Prozent über eine schnelle Internetverbindung. In Frankreich war der Breitbandzugang am weitesten verbreitet (77 Prozent). „Demzufolge nutzen die weiblichen deutschen User insgesamt weniger Multimedia-Angebote mit hohem Datenaufkommen als die Frauen im restlichen Europa.“, so Nadja Elias weiter.
Von Suchmaschinen bis Online-Auktionen
Vor allem Webseiten aus den Bereichen Suche, Kommunikation, Information, E-Commerce und Unterhaltung werden von den weiblichen Usern in Deutschland besucht. So nutzten 82 Prozent der Befragten Suchmaschinen regelmäßig als Rechercheinstrument. Ebenfalls besonders gefragt waren Kommunikationsangebote im Internet: Drei Viertel (75 Prozent) der weiblichen User kommunizierten über Webmail-Angebote. Zusätzlich hielten 16 Prozent Web-Foren, 15 Prozent Instant Messaging sowie elf Prozent Online-Chats für wichtig. Damit deckt sich die Nutzung der Kommunikationsangebote weitestgehend mit dem europäischen Durchschnitt – ausgenommen dem Instant Messaging, das in Europa mit 30 Prozent doppelt so viele weibliche Anhänger wie in Deutschland findet. Doch dafür ist die Internet-Telefonie über Voice over IP unter den deutschen weiblichen Usern weiter verbreitet: Während im europäischen Durchschnitt nur sieben Prozent der Befragten über das Internet telefonierten, nutzten in Deutschland bereits elf Prozent dieses Angebot.
Darüber hinaus sind die deutschen Frauen Vize-Europameisterinnen im Online-Shopping: 51 Prozent der befragten weiblichen User nutzten Einkaufsangebote im Internet. Im europäischen Durchschnitt waren es dagegen nur 42 Prozent. Allein in Großbritannien kauften mehr Frauen online ein (58 Prozent). Besonders Online-Auktionen (54 Prozent) und Preisvergleichsangebote (33 Prozent) waren in Deutschland so beliebt wie nirgendwo sonst in Europa (30 Prozent bzw. 24 Prozent).
Informationen und Unterhaltung im Internet
Im Bereich der Online-Informationen zeigten die deutschen weiblichen Nutzer vor allem Interesse an lokalen Themen (51 Prozent), gefolgt von Reisen (50 Prozent), Nachrichten (49 Prozent) und Urlaub (47 Prozent).
Unterhaltungsangebote werden von den deutschen Frauen dagegen weniger im Internet genutzt. So besuchten nur 28 Prozent Webseiten mit Musik-Inhalten und 14 Prozent Seiten mit Spiele-Angeboten. Zudem luden 16 Prozent der Befragten mindestens einmal im Monat Musik aus dem Internet herunter und jeweils 12 Prozent hörten Internetradio oder spielten Online-Games. Im europäischen Vergleich wurden diese Online-Unterhaltungsangebote von deutlich mehr Frauen genutzt (38 Prozent Musik-Webseiten, 24 Prozent Musik-Downloads und 20 Prozent Internetradio).
„Die Frauen in Europa haben das Internet für sich entdeckt und nutzen es für alle Lebensbereiche. Die Mediennutzungszeit hat sich bei den weiblichen Nutzern dementsprechend deutlich erhöht und steigerte sich in den letzten drei Jahren um knapp zehn Prozent mehr als bei den männlichen Nutzern“, so Nadja Elias.
Über die EIAA Mediascope Europe
Mit über 7.000 befragten Internetnutzern in ganz Europa gehört die EIAA Mediascope Europe zu den umfassendsten Umfragen, in denen Internetgewohnheiten von Konsumenten untersucht werden. Die Studie wurde von den Marktforschungsinstituten SPA und Synovate durchgeführt. Im Rahmen der Erhebung wurden mit jeweils 1.000 Personen in Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und Skandinavien sowie jeweils 500 Personen in Belgien und den Niederlanden computergestützte Telefoninterviews nach Zufallsauswahl (CATI) geführt. Die Interviews fanden im September und Oktober 2005 statt.
Über die European Interactive Advertising Association (EIAA)
Die EIAA (European Interactive Advertising Association) ist der Branchenverband pan-europäischer Online-Vermarkter. Das wichtigste Ziel der Organisation ist es, die Entwicklung des europäischen Online-Werbemarktes weiter voran zu treiben, indem die Bedeutung des Mediums Internet und die Wertschätzung für die Onlinewerbung gefördert wird. So soll der Anteil der Onlinewerbung am Gesamtwerbevolumen erhöht und die Rolle der Onlinewerbung im traditionellen Mediageschäft gestärkt werden.
Die EIAA fokussiert sich auf hochentwickelte Media-Research-Projekte über den gesamten europäischen Online-Markt, die Einführung branchenweit einheitlicher Arbeitsmethoden und die effektive Vermarktung des Mediums Internet. So veröffentlicht die EIAA jährlich die derzeit einzige gesamt-europäische Studie zur Entwicklung des Online-Mediums (EIAA Media Consumption Study).
Das Mitglieder-Netzwerk der EIAA erreicht über 80 Prozent der Online-Zielgruppe in Europa. Die Mitglieder sind AD Europe, AdLINK Internet Media, AOL Europe, LYCOS Europe, MSN Europe, Tiscali, T-Online International und Yahoo! Europe. Vorsitzender der EIAA ist Michael Kleindl, Managing Partner von Valkiria Network.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Heiko Lammers
FAKTOR 3 AG
Kattunbleiche 35
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phone: 040-679446-17
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