Europaweite Studie zeigt: Kosteneffizienz treibt Wachstum der Online-Werbung
Die Ergebnisse des aktuellen EIAA Marketers’ Internet Ad Barometer:
· 83 Prozent der befragten Werbetreibenden steigern ihre Online-Werbeausgaben in 2009 und 94 Prozent planen, diese für das kommende Jahr weiter anzuheben
· 36 Prozent der Befragten erhöhen ihre Online-Ausgaben aufgrund effizienter Zielgruppenansprache
· Bereits jedes dritte befragte Unternehmen integriert Mobile-Werbung in seine Marketingstrategie
· Werbebudgets wandern vermehrt von traditionellen Medien ins Internet
London, 17. November 2009 – Europas werbetreibende Unternehmen investieren verstärkt ins Online-Marketing und setzen in Zeiten der Wirtschaftskrise auf die Kosteneffizienz des Internets. So haben europaweit 83 Prozent (Deutschland: 91 Prozent) der befragten Werbetreibenden ihre Online-Werbeausgaben in diesem Jahr gesteigert. Im Jahr 2010 werden europaweit 94 Prozent (Deutschland: 88 Prozent) der Befragten ihre Online-Budgets weiter ausbauen, 2011 werden es 93 Prozent (Deutschland: 94 Prozent) sein. Dies hat die von der EIAA (European Interactive Advertising Association), dem Branchenverband der pan-europäischen Online-Vermarkter und Technologiedienstleister, in Auftrag gegebene Studie „Marketers’ Internet Ad Barometer 2009“ für das zweite Halbjahr 2009 ergeben. Befragt wurden im Rahmen dieser europaweiten Studie über 500 Marketingentscheider aus führenden werbetreibenden Unternehmen in Europa.
Die Budgets für Online-Werbung verzeichnen demnach 2010 in Europa eine jährliche Wachstumsrate von 7,6 Prozent. Für das Jahr 2011 ist sogar mit einem sprunghaften Anstieg der Ausgaben für Online-Werbung um über 15 Prozent zu rechnen. In Deutschland gehen die befragten Marketingentscheider in diesem Jahr mit einem Anstieg der Ausgaben für Online-Werbung um 19 Prozent aus (2010: +20 Prozent und 2011: +19 Prozent). 84 Prozent (Deutschland: 87 Prozent) der europäischen Werbetreibenden sind mit der Leistung der Online-Werbung zufrieden* und 96 Prozent (Deutschland: 100 Prozent) sehen Online-Marketing als unverzichtbaren Kanal oder als Medium „mit wachsender Bedeutung“ an.
Targeting und Kosteneffizienz dominieren in schwierigen Zeiten
Knapp jeder dritte befragte Marketingentscheider aus Europa (31 Prozent) setzt während der Wirtschaftskrise aus Gründen der Kosteneffizienz vermehrt auf Online-Werbung. Für Werbetreibende spielt momentan der Nutzen der Online-Werbung in Bezug auf den Return On Investment eine herausragende Rolle. Über ein Drittel der europäischen Befragten (36 Prozent) hat die Ausgaben für Online-Werbung erhöht, um während der Wirtschaftskrise von den Vorteilen der effizienten Zielgruppenansprache zu profitieren. Verglichen mit den Ergebnissen der Umfrage aus dem ersten Halbjahr 2009 ist dies eine Steigerung um 29 Prozent. Daneben steigt auch der Einsatz von Targeting-Technologien: 33 Prozent der europäischen Marketingentscheider bauen mittlerweile auf Behavioural Targeting (25 Prozent im Halbjahr I) zur effizienten Zielgruppenansprache.
Entsprechend dieser Ergebnisse steigt die Nutzung absatzorientierter Online-Marketingmaßnahmen: 61 Prozent der befragten europäischen Werbetreibenden investieren während der zweiten Jahreshälfte 2009 verstärkt in E-Mail-Marketing (Halbjahr I: 46 Prozent), 36 Prozent in Affiliate-Marketing (26 Prozent im Halbjahr I). 31 Prozent nutzen Werbenetzwerke für ihre Kampagnen (25 Prozent im Halbjahr I).
Mobile Advertising nimmt Fahrt auf
Die Ergebnisse der Umfrage zeigen auch, dass europäische Werbetreibende Mobile-Werbung in den kommenden Monaten verstärkt in ihre Planungen einbeziehen. Bereits jedes dritte befragte Unternehmen (33 Prozent) integriert Mobile-Werbung in seine umfassende Marketingstrategie. Beinahe jedes fünfte Unternehmen (19 Prozent) bestätigt die wachsende Bedeutung mobiler Werbung, im ersten Halbjahr 2009 waren es noch 12 Prozent. Ein Grund für diesen Trend sind möglicherweise innovative Smartphone-Applikationen. 86 Prozent der befragten Werbetreibenden geben zusätzlich an, dass die Ausgaben für Mobile-Werbung im Jahr 2009 zunehmen und fast alle Befragten (97 Prozent) sagen ein Wachstum in diesem Bereich auch in den Jahren 2010 und 2011 vorher.
Umschichtung traditioneller Werbebudgets nach Online nimmt zu
Immer höhere Marketingbudgets wandern von den traditionellen Medien hin zu den Online-Medien. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 findet die größte Umschichtung der Werbegelder im Bereich des klassischen Direkt-Marketings statt: 30 Prozent (Halbjahr I 2009: 24 Prozent) der europäischen Befragten investieren Gelder aus diesem Marketingkanal mittlerweile in Online-Werbung. Die Ergebnisse zeigen auch die nachhaltige Verlagerung der TV-Budgets zugunsten von Online-Werbemaßnahmen: Unverändert über ein Drittel der Werbetreibenden (36 Prozent) schichtet Gelder aus TV-Budgets in Online-Werbebudgets um (Halbjahr I 2009: 37 Prozent). Besonders größere Unternehmen** (59 Prozent) verfolgen diesen Trend und setzen dabei verstärkt auf Behavioural (47 Prozent) und Demographic Targeting (29 Prozent), unter allen Befragten sind es 33 Prozent bzw. 19 Prozent. Auch Bewegtbildwerbung wächst weiter: 33 Prozent der Werbetreibenden geben an, dass sie Video-Werbeformate vermehrt einsetzen und bei 20 Prozent der Befragten stammen diese Zuwächse aus anderen Budgets.
Zudem hat die veränderte Mediennutzung der Verbraucher Auswirkungen auf die Verteilung der Werbebudgets. Der aktuelle EIAA Media Multi-tasking Report*** zeigt, dass fast ein Viertel (22 Prozent) aller Europäer heutzutage TV und Internet gleichzeitig nutzen. Auch Markenartikler berücksichtigen den Medienkonsum über mehrere Kanäle und verteilen ihre Marketingbudgets zusehends auf traditionelle und digitale Elemente.
„Die Ergebnisse des Ad Barometers für das zweite Halbjahr 2009 zeigen, dass Markenhersteller hinsichtlich der Mediabudgets mehr denn je den Return On Investment verfolgen. Aufgrund der Flexibilität, Zuverlässigkeit und der Eigenschaft, diese Effizienzgewinne zu sichern, wächst und floriert der Online-Werbemarkt gerade in Zeiten der Rezession“, sagt Alison Fennah, Executive Director der EIAA. „Der wirtschaftliche Abschwung hat die Innovationskraft der Online-Werbung nicht gebremst. Neue Formate zum Beispiel im Mobile Advertising stimmen uns äußerst zuversichtlich, dass das Medium Online sich weiter stark entwickeln wird.“
Hinweise für Journalisten:
* Die Angaben liegen auf der Bewertungsskala zwischen 6 und 10 (wobei 1 „gar nicht zufrieden“ und 10 „sehr zufrieden“ bedeuten)
** Organisationen mit mehr als 250 Mitarbeitern
*** EIAA Media Multi-tasking Report, Juni 2009
Methodik
Im Rahmen der Studie „EIAA Marketers´ Ad Barometer 2009“ wurden von September bis Oktober 2009 per Onlinebefragung leitende Marketing-Entscheider befragt, die für das Media-Budget und/oder die Media-Strategie ihres Unternehmens verantwortlich zeichnen. Die Werbetreibenden stammen aus führenden Unternehmen der Bereiche Fast Moving Consumer Goods (FMCG), Unterhaltung, Automotive, Reise, Unterhaltungselektronik, Telekommunikation, Finanzen und Einzelhandel in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien, den Niederlanden, Belgien, Norwegen und Schweden sowie dem pan-europäischen Bereich.
Über die European Interactive Advertising Association (EIAA)
Die European Interactive Advertising Association (www.eiaa.net) ist der führende Branchenverband pan-europäischer Online-Vermarkter und Technologiedienstleister. Das wichtigste Ziel der EIAA ist es, sich für die Entwicklung des europäischen Online-Werbemarktes einzusetzen und diesen weiter voran zu treiben, indem die Bedeutung des Mediums Internet und die Wertschätzung für die Online-Werbung gefördert wird. So soll der Anteil der Online-Werbung am Gesamtwerbevolumen erhöht und ihre Rolle im traditionellen Mediageschäft gestärkt werden. Seit der Gründung im Jahre 2002 hat die EIAA umfassend in Recherche, Marketing, Aktivitäten zur Standardisierung sowie in die Aufklärung des Marktes und der Regierungen zum Thema Online-Marketing investiert. Durch dieses weitreichende Programm entwickelte die EIAA schnell eine zuverlässige und einflussreiche Position innerhalb der europäischen Online-Branche.
Zu den Mitgliedern zählen derzeit Adconion Media Group, AD Europe, AOL Advertising Europe, BBC.com, blinkx, CNN International, CondéNast International Digital, Disney, eBay International Advertising, EyeWonder, Gruner + Jahr, Hi-media Group, LinkedIn, Microsoft Advertising, MTV Networks International, Orange Advertising Network, PREMIUM PUBLISHERS ONLINE, smartclip, Specific Media, Vodafone, wunderloop und Yahoo! Europe. Den Vorsitz der EIAA hält Michael Kleindl, Managing Partner bei Valkiria Network.
Mit seinem Mitglieder-Netzwerk erreicht die EIAA den Großteil der Online-Zielgruppe in Europa. Damit bietet die EIAA beste Voraussetzungen, um in Zusammenarbeit mit Werbetreibenden Unternehmen und Agenturen das volle Potenzial interaktiver Medien für jede Marketingstrategie auszuschöpfen.
Website: www.eiaa.net
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Steffen Hohl
FAKTOR 3 AG
Kattunbleiche 35
22041 Hamburg
Tel: 040-679446-79
Fax: 040-679446-11
Mail: eiaa@faktor3.de
www.faktor3.de
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